Tischkalender in Beton

„Januar, Februar, März, April…die Jahresuhr steht niemals still“. Wer kennt es nicht das vertraute Kinderlied von Rolf Zuckowski. Und auch in diesem Jahr ist etwas dran, denn selbst der Januar neigt sich schon wieder dem Ende. Für alle die das Jahr bewusst erleben wollen und vom Wandkalender als Planungstool oder Interior Accessoire noch nicht genug kriegen können, gibt es heute noch ein paar Ideen für einen außergewöhnlichen Tischkalender. Dieser kann als selbstgemachtes Deko-Objekt auf dem Schreibtisch dienen und einen schnellen Überblick über die Monatsübersichten geben. Ansonsten ist es auch eine süße kleine Aufmerksamkeit für jemanden, mit dem ihr im neuen Jahr noch mehr Zeit verbringen wollt.

Ihr braucht:

Pappe, Stift + Lineal, Cuttermesser

Beton / Gips

Wasser und ein Gefäß zum Anrühren

Papier und Drucker / Stifte

So geht’s:

Eine Solide Basis schaffen

Was könnte eine solidere Basis sein als roher Beton? Und dieser kommt am Besten in einer schlichten kubischen Form zur Geltung. Deshalb eignet sich eine einfache längliche Form mit Einschnitt um die Kalenderblätter zu halten. Die Breite des Betonständers solltet ihr auf eure spätere Kalendergröße anpassen. Den Sockel etwas schmaler zu machen hebt den Kalender später hervor und unterstützt die untergeordnete Rolle des Betonaufstellers. Für die Kalenderblätter selbst bietet sich ein quadratisches Format an, weshalb ich mich für 12 x 12 cm entschieden habe. Dieses Format ist groß genug um alles nötige gut darauf erkennen zu können und wirkt dennoch dezent auf jedem Schreibtisch. Für die Gießform nehme ich feste Pappe, zeichne alles vor und schneide mir alle nötigen Teile, um ein negativ der gewünschten Form zu basteln, mit dem Cutter Messer aus. Achtet dabei auf die Finger, ich spreche hier aus Erfahrung. Danach einfach alles mit Kleber zusammenfügen und der Spaß oder auch die Sauerei kann los gehen.

Je nachdem ob ihr euch für Gips, echten Beton oder eine Bastel-Beton-Mischung aus dem Basteladen entschieden habt, die Menge abschätzen und wie auf der Packung angegeben mit Wasser anrühren. Danach die Form mit der Masse befüllen und zum Trocknen am Besten mindestens über Nacht stehen lassen. (Ggf. nochmal auf der Packungsanleitung des verwendeten Produktes nachschauen) Habt ihr das Gefühl alles ist gut getrocknet, so könnt ihr beginnen euer Werk vorsichtig auszuschalen. Passt dabei auf, denn der Kubus braucht auf jeden Fall mehrere Tage bis er den Endzustand der Festigkeit erreicht hat und vollständig ausgehärtet ist. Falls sich kleinere Schrammen oder Ungenauigkeiten an eurem Meisterwerk befinden, dann als Tipp einfach nochmal mit feinem Schleifpapier nachbessern. Ich habe mich als Maß für 4 x 4 x 10 cm entschieden, so dass der Beton Kubus leicht kleiner als der Kalender ist. Je nach gewählter Papierstärke für die Kalenderblätter solltet ihr die Größe der Aussparung anpassen. 120 Gramm Papier steht optimal in einer 5 mm Fuge.

Layout schlicht

So zurückhaltend wie der Standfuß kann auch der Kalender selbst sein, wenn es euch gefällt. Generell eignet sich das quadratische Format gut, um die Monatstage einfach in einer Zahlenreihe am unteren Rand aufzuführen. Das sieht schick aus und der Wechsel zwischen fett und dünn geschriebenen bringt die nötige Übersicht, um die Wochentage zu strukturieren. Eine Variante wofür sich die Größe zudem eignet ist zum Beispiel einfach nur die Schriftzüge der einzelnen Monate auf je eine Karte aufzubringen.

Polaroidlayout

Mögt ihr es verspielter, so kann auch bewusst ein Kontrast zum schlichten und trockenen Beton gesetzt werden. Aufgrund des Formates liegt dafür das Konzept des Polaroids relativ nahe, welches man zum Beispiel für Erinnerungsfotos aus dem letzten Jahr aufgreifen kann. Diese bunte Variante wirkt als Hingucker und ergänzt den schlichten Sockel auf eine moderne und konsequente Art und Weise. Mich reizt vor allem der Kontrast des grauen Sockels und die Lebendigkeit der eigenen Schnappschüsse.

Mit nur ein paar Tagen Geduld könnt ihr also auch Mitte Januar noch eure Neujahrsmotivation ausnutzen und diesen modernen Tischkalender erstellen. Natürlich lässt sich der Betonaufsteller auch ohne Probleme als Bilderhalter oder Aufsteller für Menükarten und der Gleichen umfunktionieren. Durch den zurückhaltenden Beton und die schlichte kubische Form, kann er lange als zeitloses Accessoire dienen. Welche Möglichkeiten fallen euch noch ein, den Betonsockel umzunutzen? Ich bin gespannt auf eure Vorschläge, verratet es mir gerne in den Kommentaren, eure Mila

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