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Unser Trip durch Österreich und Deutschland – Part 2

Nur ein paar Tage im Bus reichen uns nicht, wir wollen eine ganze Woche weg! So geht nun unser Österreich und Deutschland Trip in die nächste Runde. Also geht es weiter von der Kebema Panoramabrücke zurück nach Deutschland. Natürlich kann man diesen Trip auch in zwei Abschnitten befahren und startet jetzt einfach von Berchtesgaden aus. Im ersten Teil waren wir eher wandern, es war voll mit Natur und Bergen. Jetzt wollen wir auch entspannen und fahren daher mehr Seen an, aber entdecken auch schöne Städte und etwas Wandern ist selbstverständlich trotzdem dabei.

Auf geht es Richtung Berchtesgaden

Da wir von der Kebema Panoramabrücke Richtung Berchtesgaden fahren, mussten wir natürlich bei Waidring einen kurzen Stopp einlegen. Hier fährt eigentlich meine ganze Familie hin zum Ski-Urlaub, aber auch im Sommer ist es herrlich. So gab es Mittag im Restaurant Schindldorf, bevor es zum eigentlichen Ziel geht. Jetzt ist es nämlich nur noch einen Katzensprung bis nach Berchtesgaden. Dort angekommen wird erstmal Wasser aufgefüllt an einen Brunnen, der recht nah an der Straße liegt. Tatsächlich haben wir zum ersten Mal unser Wasser von einem öffentlichen Trinkwasserbrunnen mitgenommen, wir sind nie auf die Idee gekommen. Doch da wir diesmal nicht einmal auf einem Campingplatz stehen und nicht ständig Plastikflaschen zum Auffüllen kaufen wollten, gab es einfach mal Wasser aus dem Brunnen. Schön eiskalt, quasi frisch aus der Quelle und damit perfektes Trinkwasser. Jetzt aber schnell unseren Stellplatz für die Nacht auskundschaften und dann geht es zum ersten Fotospot.

Gewitter im Anmarsch

In der Nähe von unserem Stellplatz gibt es drei Punkte, die wir besuchen wollten. Da es noch hell war, wurde zuerst die Hängebrücke im Klausbachtal angesteuert. Jedoch haben wir unterschätzt wie schnell und stark es plötzlich Regnen kann. So standen wir also mitten im Naturschutzgebiet Berchtesgaden, nass von oben bis unten und beobachteten von unseren Unterschlupf aus die Kühe, welche friedlich im Gewitter grasten. Eigentlich eine herrliche Stille zum Innehalten. Nachdem das kurze Gewitter aufgehört hatte, war es zu weit zur Brücke. Wir entschieden uns daher zum Hintersee zu fahren und dort etwas zu wandern. Auch kann man hier Boote ausleihen (Stand 2020 7 € für 30 Minuten, 11 € für 1 Stunde), aber dafür war es für uns schon zu spät. Wir beobachteten stattdessen lieber, wie die Sonne ganz langsam hinter den Bergen verschwand. Obwohl es nun schon fast Dunkel war, wagten wir noch einen schnellen Abstecher zur Kirche in Ramsau, einem beliebten Fotospot aber ansonsten auch nicht weiter nennenswert.

Unser Stellplatz

Wir übernachteten nun beim Nationalpark Berchtesgaden. Hier gibt es mehrere Wanderparkplätze und der P3 darf auch offiziell zum Übernachten genutzt werden. Einfach auf die Beschilderungen achten, dann steht man auch nicht falsch. Aber natürlich das Ticket ziehen nicht vergessen. Abgesehen davon gibt es auch eine Toilette, also perfekt für alle Campervans ohne eigene Toilette.

Beeindruckendes Hallstatt

Der nächste Tag startete erstmal entspannt. Wir machten nochmal einen kurzen Abstecher zum Brunnen, holten unsere Solardusche raus und wagten den ersten Test. Es war einfach herrlich erfrischend! Voller Energie und frisch gestärkt vom späten Frühstück (fast schon Mittag) starten wir langsam Richtung Hallstatt. Man fährt knapp zwei Stunden, wenn man wie wir, sehr gediegen fährt. So kamen wir gegen frühen Abend an, wo uns hunderte Reisebusse und Touristen entgegenkamen. Es ist voll hier, wirklich voll! Wir hatten aber den Plan, am frühen Morgen Hallstatt zu erkunden, bevor alle wach waren. So betrieben wir eher Location Scouting, suchten eine Parkplatz (im Tunnel aus Hallstatt raus, 90 Minuten kostenlos) und fuhren zu einem Stellplatz außerhalb von Hallstatt.

Übernachtung im Wald

Fündig wurden wir mitten im Wald, in der der Nähe von Rehkogel. So waren es knapp 20 Minuten Fahrt nach Hallstatt. Ideal für eine kurze Nacht, es war sehr ruhig und niemand konnte uns sehen. Es passt auch wirklich nur ein Auto auf den schmalen Weg. Manchmal muss man sich eben auch trauen, solche kaum sichtbaren Straßen zu benutzen. Dort gibt es meist die schönsten, einsamsten Plätze für eine Nacht.

Sonnenaufgang in Hallstatt

Der vorletzte Tag bricht früh für uns an, denn es geht schon 5:30 Uhr Richtung Hallstatt. Der perfekte Sonnenaufgang wartet schließlich auf Niemanden. So fahren wir die einsame Straße entlang des Hallstätter See und ich fühle einen Hauch Schottlands. Es erinnerte mich Stark an Loch Ness, dort ist es genauso magisch wie hier. Angekommen an unserem Parkplatz im Tunnel ging es aber direkt zum Fotografieren nach Hallstatt. Gegen 7 Uhr kam auch die Sonne und beleuchtet den Berg hinter Hallstatt. Wirklich einer der schönsten Aufgänge, ohne die Sonne dabei direkt zu sehen. Weiter ging es noch durch die menschenleeren Straßen von Hallstatt, auch eine Seltenheit. Ab 8/9 Uhr wurde es nämlich richtig voll als die ersten Touristen kamen. Daher kaufen wir uns nur noch original Hallstätter Salz und weiter ging die Fahrt.

Hallstatt Ein ganz besonderer Ort und das nicht nur wegen seiner Häuser im Berg und den engen Gassen. Immerhin ist es früher für sein Salz bekannt gewesen, bereits vor 7000 Jahren während der Anfänge des Salzabbaues. Somit steht hier das älteste Salzbergwerk der Welt. Tja und weil Hallstatt so toll ist, bauten die Chinesen doch einfach eine Kopie in der südchinesischen Provinz Guangdong nach.

Erstaunliche Villa Blumenthal

Jetzt wollen wir aber mal entspannen, nur noch ein kleiner Zwischenstopp bei Villa Blumenthal trennt uns von unserem Tag am See. Doch diese süße Villa mitten im Wald ist schon ein Blick wert, nicht nur wir hielten hier, auch zahlreiche Radfahrer blieben kurz stehen. Immerhin wurde dieses Gebäude eigentlich in Amerika bei einer Weltausstellung als erste Fertigteilhaus der Welt 1893 in Chicago gebaut und gezeigt. Doch es gefiel Herrn Blumenthal so sehr, dass er es einfach nach Deutschland brachte. Somit ist es 1895 als erstes transkontinentales Fertigteilhaus der Welt in Ischl aufgebaut worden. Bis heute kann man es bestaunen und auch fotografieren. Wir hatten sogar einen kurzen Plausch mit einem aktuellen Besucher, der uns erzählte, dass es aktuell zu einem Bed & Breakfast umgebaut wird. Vielleicht sehen wir uns also 2021 in der Villa Blumenthal zum Frühstück wieder?

Mondsee und Attersee

Jetzt wird aber an einen der zahlreichen Buchten am Mondsee entspannt. Aber hier bitte auf die Beschilderung achten, nicht überall ist parken erlaubt. Auch das Übernachten wird nicht gern gesehen. Somit genossen wir dort zwar einen schönen Badetag mit herrlicher Aussicht, aber übernachtet wurde am Attersee. Der liegt quasi daneben und es gibt Parkplätze, wo das Übernachten erlaubt ist.

Der letzte Tag bricht an

Nun wird es langsam Zeit für die Heimreise, doch ein letzter Abstecher an den Fuschlsee darf nicht fehlen. Wir wollten hier natürlich wieder einen Sonnenaufgang einfangen und fuhren früh los vom Attersee. Jedoch kamen wir etwas zu spät an, denn man muss noch 600 m Fußweg zum See und dem dazugehörigen Steg einkalkulieren. Dort angekommen ist es aber auch wieder herrlich. Tagsüber kostet es auch Eintritt, am Morgen ist die Tür aber offen und niemand stört uns. Auch ein Radfahrer gönnte sich hier ein morgendliches Bad. Man ist eben nirgendwo alleine.

Ein letzter Halt in Salzburg

Unseren letzten Tag verbrachten wir aber nicht am Fuschlsee, sondern in Salzburg. Eine schöne Stadt zum Erkunden und Spazieren. Aber schon ist eine Woche im Campervan vorbei und das ganze ohne einen Campingplatz zu besuchen. So etwas stellt einen natürlich vor Herausforderungen, wie der Toilettengang und der Wasserverbrauch. Man kann aber alles gut umsetzten, in dem man einfach plant und über den Tellerrand schaut. Ab und zu muss man sich auch etwas Neues wagen, wie einfach mal im Freien duschen und einen Brunnen suchen. Da man aber viel in der Natur unterwegs ist, sollte man nur natürliche Produkte verwenden und keinen Müll hinterlassen. So wird der Trip einfach unvergesslich. Wo soll es für uns als Nächstes hingehen? Habt ihr Tipps? Dann ab damit in die Kommentare, eure Tiffy.

Eine Antwort

  1. Hallo,

    das ist ein wunderbarer Bericht mit tollen stimmungsvollen Bildern. Obwohl ich in Süddeutschland lebe und somit die meisten vorgestellten Orte kenne, habe ich doch wieder Neues entdeckt.

    Liebe Grüße
    Erika

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