note to myself : Es gibt auch negative Gedanken

Nicht immer kann alles Friede Freude Eierkuchen sein. Es wird uns zwar in den sozialen Medien vorgegaukelt, dass man täglich glücklich und happy sein kann, dabei ist es in Wahrheit ganz anders. Ohne Negatives, kann es nämlich auch nichts Positives geben. Es ist wie bei Yin und Yang, das eine kann nicht ohne das andere existieren. Daher muss man sich nicht ständig einreden, man wäre glücklich und alles ist gut. Aber man darf die negativen Gedanken nicht gewinnen lassen, es ist wichtig darüber zu sprechen und auch das Positive zu erkennen. Auch ich bin nicht immer der fröhliche Optimist.

note to myself – negative Gedanken gehören dazu

Ich sitze einfach da und tue nichts. Kann nicht denken, kaum atmen, weiß nicht, wohin mit mir. Ein Kloß im Hals, was will ich tun? Zu viele Gedanken und doch eigentliche leer, viele Ansätze, die nicht weiter kommen. Die Zeit vergeht, ohne das etwas geschieht. Kein vor oder zurück, einfach nur ich. Hier und jetzt, ohne Aufgabe, ohne Wille, ohne Etwas. Was hält mich hier? Will ich vorwärtskommen, will weitermachen, will nicht mehr auf einer Stelle bleiben. Was muss sich ändern?

Positiv vs. Negativ

Ob darüber sprechen oder es einfach aufschreiben hilft? Die Gedanken loswerden, ob sie wer liest oder nicht, ist egal, aber ich bin sie los. Normalerweise mache ich alles mit mir selbst aus, Gedanken bleiben bei mir, nur etwas Positives schafft es raus. Ich bin ein positiver Mensch, bin ich das wirklich? Nicht jeder kann pausenlos gut gelaunt sein, nach außen vielleicht aber nicht innen. Man muss auch negatives spüren, erleben und dann erst wird das Gute wirklich spürbar, erlebbar. Vorher ist es da, ohne Wertschätzung, man weiß nicht was man hat, bevor man es verliert. Da steckt etwas dahinter, oder? Muss ich etwas verlieren? Meinen Job vielleicht? Oder schaffe ich es vorher zu wissen, was ich wertschätze?

Gedankenkarussell

Weiterkommen im Leben, aber wohin? Ist es immer ein Lauf mit der Zeit, wo will ich hin? Ich verliere mich wieder, das Ende macht alles so negativ. Ich bleibe wieder stehen, sehe keinen Sinn weiter zu gehen. Doch was ist mit dem hier und jetzt? Dinge die genau jetzt passieren, die ich verpasse, weil ich träge bin. Etwas was sein könnte, aber mich verlässt der Mut. Wofür? Ich weiß es nicht. Weitermachen? Wohin? Doch stehen bleiben bringt mich nicht weiter, es blockiert mich und ich muss ausbrechen.

Allein? Bin ich je allein? Ist es überhaupt schlimm allein zu sein? Manchmal brauche ich Zeit mit mir selbst, muss mich ordnen und erst dann sprechen. Oder auch nicht mehr sprechen, ich habe es schon mit mir selbst ausgemacht. Schließlich komme ich zu einer Erkenntnis, denn es ist okay. Es gehört dazu, seinen Gedanken freien Lauf zu lassen, mal negativ zu denken, um wieder optimistisch zu sein. Die Gedanken dann zu ordnen, vielleicht neu zu definieren oder auch treiben zu lassen. Abschied zu nehmen von Ideen, dafür Platz zu machen für Neues.

Der Stillstand 

Wenn ich so still stehe, gelähmt bin von meiner inneren Leere, obwohl ich so voll bin, die Traurigkeit mich holt, wie komme ich da raus? Ich zwinge mich, das tue ich wirklich. Aufstehen, etwas aufräumen, vielleicht was putzen, oder etwas schreiben. Oder spazieren gehen, egal was, aber etwas machen. Mich beschäftigen, dass ich wieder denken kann. Doch ich muss mich zwingen, ich könnte hier auch festhängen, tagelange, wochenlang. Warum ich nicht stecken bleibe? Liebe hilft, Familie hilft, Freunde helfen, doch nur ich alleine kann mir am Ende wirklich helfen. Mein Wille ist stark und stärker, das gebe ich weiter. Man schafft alles, wenn man nur will und wirklich fest daran glaubt. Daran glaube ich jeden Tag und dadurch wächst wiederum mein Wille, jeden Tag ein Stückchen mehr.

„Das, was jemand von sich selbst denkt, bestimmt sein Schicksal.“ Mark Twain

Positives Denken zieht positives an

Und wenn ich wieder draußen bin aus meinem Karussell, dann bin ich optimistisch gestimmt. Sehe wieder das Gute, erkenne es auch und ich weiß, anders komme ich nicht weiter. Nur Negatives zieht mich herunter, hilft mir nicht weiter. Daher bin ich meist doch positiv, es hilft mir nach vorne zu schauen. Es bringt mir nichts, nur das Negative in einer Situation zu sehen. Ich brauche es zwar, um das Positive zu erkennen, doch ich halte nicht mehr daran fest. Loslassen und nach vorne schauen. Weil nur mein optimistisches Denken, mich auch Positives erleben lässt. Ich selbst bestimme über mein Leben und über mein Schicksal. Ebenso ist aber auch okay durchzuhängen, es zuzulassen, um am Ende neu anzufangen. Es ist okay, wenn man nicht selbst da raus kommt und es ist okay darüber zu sprechen oder Hilfe zu suchen, denn das macht einen am Ende nur stärker.

Es ist okay!

Negative Gedanken sind ein Tabuthema, man muss förmlich immer glücklich sein. Das suggerieren uns vor allem die sozialen Medien mit ihren fröhlichen Influencern. Daher ist es wichtig, auch mal über nicht so schönes zu sprechen. Jeder kennt die Hilflosigkeit im Leben, wenn man an einem Scheidepunkt steht. Oder viele haben sogar Depressionen und trauen sich nicht, Hilfe zu suchen. Dabei ist es völlig okay. Nicht nur das Schöne, sondern auch das Negative oder gar Krankheiten gehören zum Leben dazu und sollten nicht verschwiegen werden. Wenn man also nun erkennt, man ist nicht alleine mit seinen Problemen, dann fällt das Vorwärtskommen (egal, ob mit fremder Hilfe oder ohne) viel leichter.

Ich blicke also optimistisch nach vorne, lasse meine negativen Gedanken hinter mir, brauche mich nicht zu schämen und es ist okay, das zu sagen. Sie werden wieder kommen und auch dann blicke ich am Ende wieder optimistisch nach vorne, jedes Mal ein Stückchen mehr.

Notiz an mich selbst: Kopf hoch, liebe das Leben und es liebt dich auch zurück. Manchmal dauert es nur etwas. Eure Tiffy

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