Abschied nehmen

Es ist nie leicht, einem geliebten Menschen Lebewohl zu sagen. Man wird sich nie daran gewöhnen, obwohl es zum Leben gehört wie alles andere. Alles hat irgendwann ein Ende, auch wenn man es nicht wahr haben möchte. Geliebte Menschen gehen irgendwann, auch wenn wir es nicht wollen. Bei mir war es meine geliebte Tante, sie ging trotzdem, auch wenn ich es nicht wollte.

Geschockt

Ich war geschockt, als die Diagnose kam und wusste nicht, wie ich reagieren sollte. Immerhin war sie immer so stark. Ich sehe sie immer noch vor mir mit ihren knalligen Haaren, immer auf Achse und beschäftigt. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass diese starke Frau es nicht schaffen soll. Sie wird ihn besiegen, da war ich mir sicher.

Leider kein Wunder

Doch es kommt nie so, wie man es denkt, denn obwohl es erst nach einem Wunder aussah und die Hoffnung sehr groß wurde, kam doch der tiefe Fall. Sehr schnell, sehr hart, so traf es einen. Sie wollte immer leben, sie hat gekämpft. Doch irgendwann wird jeder müde, irgendwann kommt der Moment der Erkenntnis und dann wollte sie schlafen, wurde erlöst von dem Schmerzen.

Doch du wirst nie vergessen

Auch wenn geliebte Menschen gehen, leben diese weiter in uns. Wir erhalten sie in unseren Erinnerungen und Taten immer bei uns. Die Erinnerung lässt sie weiter leben und es ist so, als würde sie mir was von ihrer Stärke abgegeben, von Ihrem Willen zu leben. Der Kummer wird nie ganz gehen aber die Erinnerung auch nicht. Ich möchte sie immer so in Erinnerung behalten, wie sie für mich war, wie wir als Kinder immer bei ihr gespielt haben oder, dass sie Tiere genauso geliebt hatte wie ich.

Jeder hat seine eigene Art mit dem Kummer und Schmerz umzugehen, aber man kann ihn nicht heilen. Jeder braucht seine Zeit und die sollte man ihm lassen, einfach zusammen halten und da sein, ist jetzt wichtig. Denn es wird Zeit Abschied zu nehmen, der Schmerz wird mit der Zeit weniger aber die Erinnerungen bleiben.
Die Erinnerung an dich, diese bleibt immer ein Teil von mir.

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Abschied
von deiner Stefanie

Du, die starke Frau,
mit dem knalligen Haar.

Du bist Frau, Schwester, Tante, Teil der Familie,
wirst geliebt von so vielen.

Du wolltest immer leben,
doch musstest leider gehen.

Du wirst nie vergessen,
denn du wirst immer in unserer Erinnerung bestehen.

Du bist immer da gewesen,
nun müssen wir ohne dich weiter leben.

Doch nie wirst du vergessen, denn
Du bist ein Teil von mir.

Du meine Tante Lena,
Ich hab dich lieb.

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5 Kommentare zu „Abschied nehmen

  1. Mein herzliches Beileid, aber du hast recht, sie leben in unserem Herzen und unseren Erinnerungen weiter. Neulich sagte meine Tochter: Ich hätte Opa Erich so gerne kennengelernt“. Dabei ist er viele Jahre vor ihrer Geburt gegangen, sie kennt ihn also nur aus Erzählungen.

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